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Mittelalter

Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit, welche christliche, antike und germanische (auch slawisch-keltische) Überlieferungen vereint.

Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständenn geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache, die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.

Table of contents
1 Zeitliche Festlegung
2 Epochen des Mittelalters
3 Der Begriff Mittelalter
4 Sonstiges
5 Siehe auch:
6 Literatur

Zeitliche Festlegung

Das Mittelalter ersteckt sich ungefähr von der Völkerwanderung (4 bis 6. Jahrhundert) bzw. dem Untergang des weströmischen Reiches 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Die Datierungen sind nicht immer einheitlich, es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung priorisiert werden und von welchem Land man ausgeht. So war z.B. um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England noch vom Mittelalter spricht.

Mittelalter bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet.

Epochen des Mittelalters

Die Epoche des Mittelalters wird grob in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter gegliedert. Für die vier Zeitgrenzen gilt im Durchschnitt etwa:

Frühmittelalter

Das
Frühmittelalter umfasst die Zeit der Völkerwanderung, die weitgehende Christianisierung Europas, das Frankenreich, den Einfall der Wikinger, den Beginn des römisch-deutschen Kaiserreichs, die Kämpfe zwischen Kaisertum und Papsttum. Wirtschaftlich ist es eine Zeit der Naturalwirtschaft mit Adels- und Grundherren und Leibeigenen. Wesentliche Kulturträger sind das Byzantinische Reich, die Klöster insbesondere des Benediktinerordens sowie die Gelehrten des arabisch-muslimischen Kulturkreises.

Hochmittelalter

Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, und Lehnswesens und des Minnesangs. Unschöne Begleiterscheinungen sind die Kriegszüge gegen die Araber und Juden, der Investiturstreit und die Gegenpäpste. Die wichtigsten Orden sind jetzt neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner in den aufkommenden Städten.

Spätmittelalter

Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der beginnenden Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Welthandelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen Pest", (Schwarzer Tod) um 1350 macht die europäische Geschichte einige kriesenhafte Entwicklungen durch, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang (Wüstung, Pest} führten aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftstruktur, die so langsam zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts).

Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Entdeckung insbesondere der "neuen Welt" durch Christoph Columbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1454 und in engen Zusammenhang damit der Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und der Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle in etwa an der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert anzusiedeln.

Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Türken (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht nur eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, weil mit dem Untergang von Byzanz das letzte lebendige Überbleibsel der Antike unterging. Desweiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance.

Der Begriff Mittelalter

Der Begriff Mittelalter bekam vom 16 bis 17. Jahrhundert eine negative Bedeutung. Der Begriff selbst wurde von den Humanisten im 16. Jahrhundert geprägt, weil sie das Mittelalter als "dunkle" Epoche zwischen der Antike und ihrer Zeit ansahen, in der antike Traditionen wiedergeboren wurden. In der Romantik wurde das Mittelalter dann aber wieder positiver gesehen.

Sonstiges

Auch gibt es die umstrittene Theorie vom erfundenen Mittelalter.

Siehe auch:

Artikel über verwandte Themen:

Artikel über Personen des Mittelalters (Auswahl)

Bedeutende Dichter siehe unter
Deutsche Literatur im Mittelalter

Literatur

nds:Medeloller




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