John von Neumann
John von Neumann (* 28. Dezember 1903 in Budapest als János Lajos Neumann; † 8. Februar 1957) war Mathematiker.Er war von 1926 bis 1930 Privatdozent in Berlin und ab 1930 Professor für Mathematik an der Universität Princeton. Er wirkte auch am dortigen Institute for Advanced Studies.
John von Neumann arbeitete auf vielen Gebieten der Mathematik. Er ist, gemeinsam mit Oskar Morgenstern, der Begründer der Spieltheorie, Verfasser des ersten mathematisch durchdachten Quantenmechanikbuches (Hilbertraum, Entropiedefinition), war wesentlich an der Entwicklung axiomatischer Mengentheorien beteiligt und ist einer der Väter der Informatik. Er arbeitete mit am Manhattan-Projekt.
Nach ihm wurde die so genannte Von-Neumann-Maschine oder Von-Neumann-Rechner benannt, ein Computer, in dem Daten und Programm im selben elektronischen Speicher liegen. In diesem lässt sich durch Sprungbefehle von der bisher statisch festgelegten Reihenfolge der Anweisungen abweichen.
So gut wie alle modernen Rechner beruhen auf diesem System.
Die meisten Ideen Neumanns waren aber schon ein paar Jahre vor ihm von Konrad Zuse durch dessen Z3 vorweggenommen worden. Die Kernidee von Code und Daten in gemeinsamem Speicher war von ihm noch nicht eingesetzt, aber als Möglichkeit (auch mit selbstmodifizierendem Code) gedacht.






