Gustav Heinemann
Gustav Heinemann (* 23. Juli 1899 in Schwelm; † 7. Juli 1976 in Essen) war Oberbürgermeister von Essen, hatte verschiedene Ministerposten inne und war von 1969 bis 1974 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Heinemann war 1945 Mitbegründer der CDU-Partei in Essen. 1949 wurde er erster Bundesminister des Inneren im Kabinett Konrad Adenauer. Er trat 1950 wegen der Wiederbewaffnungspolitik zurück und 1952 aus der CDU aus. 1957 wurde er Mitglied der SPD.
Von 1966 bis 1969 war er Bundesminister der Justiz im Kabinett Kurt Georg Kiesinger. Nachdem sein Vorgänger Heinrich Lübke drei Monate vor dem Ende seiner Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste, wurde er durch die SPD/FDP-Koalition zum Bundespräsidenten gewählt. Als Bundespräsident setzte er sich insbesondere für die neue Ostpolitik des Bundeskanzlers Willy Brandt ein.
Gustav Heinemann war der erste Bundespräsident, der zum Abschied keinen großen Zapfenstreich der Bundeswehr bekommen wollte. Nach seinem Tod wurde eine Kaserne in Essen nach ihm benannt.
Die bekannte katholische Theologin Uta Ranke Heinemann ist eine Tochter Gustav Heinemanns, seine Enkelin Christina Delius ist mit einem seiner späteren Amtsnachfolger, Johannes Rau verheiratet.
Richard Jaeger
(CSU) | width="40%" align="center" | Bundesminister der Justiz | width="30%" align="center" | Nachfolger:
Horst Ehmke
(SPD) |}
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