Bermuda

Die zum Britischen Überseeterritorium gehörende Inselgruppe Bermuda liegt im Atlantik, östlich des US-Bundesstaats North Carolina bei 32° 20' Nord und 64° 45' West.
- Fläche: 58,8 km²
- Einwohner: 63.503 (Stand 2001)
- Hauptstadt: Hamilton
- Amtssprache: Englisch
- Nationalfeiertag: 24. Mai
- Staatschef: Elizabeth II, von England
- Religion: überwiegend Christen
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Bermuda wurde 1503 von dem spanischen Forscher Juan de Bermudez entdeckt, der aber wegen der tückischen Riffe, die die Insel umgeben, nicht an Land ging. So wurden die Inseln zum ersten Mal 1609 von einer Gruppe englischer Kolonisten besiedelt, die auf dem Weg nach Virginia waren. Die Gruppe unter der Führung von Sir George Somers verbrachte dort 10 Monate. Ihre Berichte über die Insel erregten in England große Aufmerksamkeit, so dass King James die Befugnisse über die Inseln 1615 an die Bermuda Company übergab. 1612 wurde von etwa 60 britischen Kolonisten St. George gegründet. Eine stellvertretende Regierung wurde 1620 eingesetzt, woraufhin Bermuda eine selbstständige Kolonie wurde.
Wegen der Abgeschiedenheit der Inseln blieb sie über Jahre ein Aussenposten der britischen Zivilisation, wobei sich ihre Wirtschaft auf Handel mit Salz und das, für den Schiffsbau gut geeignete, Zedernholz konzentrierte. Hamilton, eine zentral gelegene Hafenstadt, die 1790 gegründet worden war, wurde 1815 Hauptstadt.
Sklaven aus Afrika wurden schon kurz nach der Gründung der Kolonie nach Bermuda geschafft. 1807 wurde der Sklavenhandel verboten und 1834 wurden die Sklaven freigelassen. Etwa 60% der heutigen Bevölkerung Bermudas sind von afrikanischer Abstammung.
Seit der viktorianischen Zeit gab es Tourismus auf den Inseln um den Nordamerikanischen Wintern zu entfliehen.
Während des 2. Weltkriegs war Bermuda eine wichtige Basis für amerikanische Truppen. 1941 errichtete die amerikanische Armee zwei feste Truppenstützpunkte, im Gegenzug bekamen die britischen Streitkräfte überschüssige amerikanische Zerstörer. 1995 wurden die amerikanischen Stützpunkte, wie auch kanadische und britische Stützpunkte, wegen Umweltproblemen geschlossen.
Bermuda ist nach dem 2. Weltkrieg wirtschaftlich gediehen und hat sich in ein sehr erfolgreiches Finanzzentrum auf offener See entwickelt. 1968 wurde eine Verfassung aufgestellt, die seitdem das Verlangen nach Unabhängigkeit bestärkte, obwohl in einem Volksbegehren von 1995 die Unabhängigkeit abgelehnt wurde.Geschichte







