Amrum
Amrum, friesisch Öömrang ist eine Nordfriesische Insel in der Nordsee, südlich von Sylt und westlich von Föhr. Sie gehört zum Bundesland Schleswig-Holstein, Landkreis Nordfriesland.
| Table of contents |
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2 Sprache und Kultur 3 Wirtschaft 4 Verkehr 5 Geschichte 6 Weblinks |
Geographie
Amrum besteht aus einem Geestkern, der im Osten an das Wattenmeer grenzt. Hier liegen die alten Orte der Insel, Norddorf, Süddorf, Steenodde und Nebel. Westlich des Geestkerns befindet sich ein über die gesamte Länge der Insel ein Dünengebiet, das nach Norden hin zur Odde ausläuft. Auf dem südlichen Ende befindet sich der Wittdün, der jüngste Ort der Insel. Die höchste Düne ist 32 m hoch. Westlich des Dünengürtels schließt sich zwischen Norddorf und Wittdün der Kniepsand an. Er stellt einen der breitesten Strände Nordeuropas dar. Nordöstlich von Norddorf sowie zwischen Steenodde und Wittdün befinden sich zwei kleinere Marschgebiete, die abgedeicht sind.
Ortschaften
- Nebel: Hauptort an der Wattseite, Sitz der Amtsverwaltung, Öömrang-Hüs, Mühle, St. Clemens-Kirche.
- Norddorf: nördlichster Ort, Seebad
- Süddorf: ältestes Dorf, heute Ortsteil von Nebel
- Steenodde: Anleger, Ortsteil von Nebel
- Wittdün: Jüngster Ort, Ende des 19. Jahrhunderts als Seebad gegründet, Fährhafen.
Sprache und Kultur
Auf Amrum wird die Friesische Sprache gesprochen, daneben auch plattdeutsch und hochdeutsch. Der Öömrang Ferian i.f. widmet sich der friesischen Kultur und dem Naturschutz.
Wirtschaft
Der Haupterwerbszweig ist der Tourismus. Auf dem Geestkern sowie in den beiden Marschgebieten wird auch Landwirtschaft betrieben. Außerdem ist ein Fischer auf der Insel beheimatet.
Verkehr
Die Insel ist durch zwei Fährlinien mit Wyk auf Föhr und Dagebüll einerseits und Schlüttsiel und den Halligen andererseits verbunden. Fährhafen ist Wittdün. Ein Schnelldampfer verbindet Wittdün mit Hörnum auf Sylt, Hallig Hooge und Strucklahnungshörn auf Nordstrand. Auf der Insel selbst ist das Fahrrad Hauptverkehrsmittel für Touristen, das Radwegenetz ist für deutsche Verhältnisse hervorragend ausgebaut. Zahlreiche Fahrradverleiher ermöglichen auch Touristen, die ohne Rad anreisen, mobil zu sein. Eine Buslinie verbindet Norddorf, Nebel, Süddorf und Wittdün im Halbstundentakt.
Geschichte
Die ältesten Besiedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit, hierzu gehören einige Großsteingräber. Auch aus der Bronzezeit und Eisenzeit sind zahlreiche Grabhügel vorhanden. Im Dünengebiet westlich der Vogelkoje befinden sich Reste eines eisenzeitlichen Dorfes. Im frühen Mittelalter wurde die Insel von den Friesen besiedelt. Neben Landwirtschaft und Fischfang gehörte die Seefahrt zu den Haupterwerbszweigen. Bis 1864 gehörte die Insel zu Dänemark, ab 1866 zu Preußen. Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Fremdenverkehr raschen Aufschwung.
Siehe auch: Deutsche Inseln






